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Zarte Blicke in Kohle und Kreide

Zarte Blicke in Kohle und Kreide

Porträts von Uljana Scheremetjewa in der Waldstadt-Bibliothek

in kräftigen Strichen sind die Kinder, Männer und Frauen auf weißes und graues Papier gebannt, in weißer und roter Kreide und in Kohle. „Blick" hat Uljana Scheremetjewa ihre Ausstellung in der Bibliothek in der Waldstadt genannt, die noch bis zum 8. März zu sehen ist. Die Blikke der Porträtierten schauen den Betrachter nur selten an, meist schweifen sie in die Ferne. Die Bilder zeigen Freunde der Künstlerin aus Moskau, aber auch Menschen, die sie in der Straßenbahn gesehen hat und die sie fasziniert haben.

„Mich interessiert die Seele der Menschen", sagt die Künstlerin, die vor sieben Jahren von Moskau nach Potsdam kam. „Meine Mutter sagt, ich hätte schon als Dreijährige nur gemalt." Sie ging auf die Schule für bildende Künste an der St. Petersburger Akademie der Künste, später studierte die 33-Jährige an der Moskauer Hochschule für angewandte und bildende Kunst.

Nach Potsdam kam die Jüdin zusammen mit ihrer Mutter. „Ich bin froh, hier zu sein", sagt sie. Uljana Scheremetjewa arbeitet als freischaffende Künstlerin — Arbeit, etwa als Lehrerin zu finden, sei schwer. Einige ihrer Aquarelle und Ölbilder hat sie schon verkauft. Unter anderem wurden ihre Werke schon im Potsdamer Alten Rathads gezeigt.

Demnächst stellt sie Stillleben mit Blumen und Früchten in der Villa Grenzenlos aus. „Ich beschäftige mich immer so lange mit einem Thema, bis ich es richtig verstanden habe", sagt die zarte, blonde Frau, die mit ihrem siebenjährigen Sohn zusammen in der Waldstadt lebt. Zur Zeit setzt sie sich mit Menschen und mit der „Schönheit der Blumen" auseinander. Sie habe aber schon die nächsten Themen „im Kopf und im Herzen". Griechische Mythen und Geschichten der Bibel möchte sie in verschiedenen Techniken aufs Papier bringen.

Sie sieht sich in der Tradition der russischen Malerei. „Ich bewundere die große Meisterschaft der russischen Kunst, vor allem in der Renaissance", sagt sie. Die Mischung zwischen handwerklichem Können und gefühlvoller Malerei mache ein gutes Bild aus. Mit abstrakter Kunst kann Uljana Scheremetjewa nicht viel anfangen. „Die Betrachter müssen ein Kunstwerk über das Gefühl verstehen", sagt sie, „nicht mit dem Verstand raten, was gemeint sein könnte." Sie baut abstrakte Elemente in ihre Bilder ein, „wenn sie der Realität einen Raum geben."



Источник: Zarte Blicke in Kohle und Kreide. MAZ (Märkische Allgemeine Zeitung, Land Brandenburg ), 04.03.2000
| Автор: H. Holdinghausen